Die Bauarten
Einweg
Das übliche Reibradfeuerzeug mit Gasfüllung, nicht nachfüllbar. In großer Stückzahl verfügbar, deshalb der Standard für Werbeartikel und Streuartikel beim JGA. Wenn es leer ist, ist es weg – bei einem Mitbringsel ist das kein Nachteil, bei einem Geschenk schon.
Nachfüllbar
Gasfeuerzeuge mit Ventil an der Unterseite, die sich mit Feuerzeuggas aus der Dose nachfüllen lassen. Sie kosten mehr, halten aber Jahre, und bei den meisten lässt sich zusätzlich der Feuerstein tauschen. Für ein Geschenk, das bleiben soll, ist das die richtige Bauart – ein Feuerzeug, das man nachfüllt, wird behalten.
Sturmfeuerzeug
Mit einer Flamme, die durch Vorvermischung von Gas und Luft brennt statt frei zu flackern – erkennbar am zischenden Geräusch und der blauen, gerichteten Flamme. Sie geht bei Wind nicht aus, was draußen der ganze Unterschied ist. Sie brennt heißer, weshalb der Kopf nach längerem Betrieb heiß wird.
Lichtbogen und elektrisch
Modelle ohne Gas, die über USB geladen werden und einen Lichtbogen erzeugen. Sie sind windfest, geruchsfrei und laufen mehrere Wochen pro Ladung. Als Geschenk wirken sie moderner; praktisch haben sie eine Schwäche, die selten genannt wird – der Lichtbogen ist kurz, weshalb sich Kerzen mit tiefem Docht schlecht anzünden lassen. Modelle mit gebogenem Hals lösen das.
Der Aufdruck
Bei bedruckten Feuerzeugen ist der Druck das Bauteil, das zuerst aufgibt. Siebdruck direkt auf den Kunststoff ist die haltbarste Variante und übersteht Hosentaschen. Aufgeklebte Etiketten lösen sich an den Kanten, sobald Feuchtigkeit oder Reibung dazukommen – bei einem Abend unproblematisch, bei einem Geschenk ärgerlich.
Bei Metallfeuerzeugen sind Gravur und Lasermarkierung die haltbaren Verfahren; ein Aufdruck auf Metall reibt sich schnell ab. Für personalisierte Geschenke ist die Gravur ohnehin die naheliegende Wahl, weil sie nicht verschwindet.
Bei Motiven gilt dasselbe wie bei allen Artikeln dieser Kategorie: Was im Freundeskreis funktioniert, wird auf der Straße von Unbeteiligten gelesen. Ein Feuerzeug wird häufiger weitergereicht als jedes andere Mitbringsel – das gehört mitgedacht.
Für den JGA
Feuerzeuge funktionieren als Streuartikel gut, weil sie klein sind, jeder sie annimmt und niemand sich damit vorführen lassen muss. Als Verkaufsware im Bauchladen sind sie die verlässlichste Position – sie kosten wenig, jeder Raucher greift zu, und der Verkauf erzeugt genau die Gespräche, um die es an dem Abend geht. Zusammen mit Schürzen ergibt das die günstigste Art, eine Gruppe als Gruppe erkennbar zu machen.
Praktisch: Mehr einkaufen als geplant, weil Feuerzeuge verliehen und nicht zurückgegeben werden. Und Einwegmodelle statt nachfüllbarer, weil die Stückzahl zählt und nicht die Lebensdauer.
Sicherheit und Aufbewahrung
Nicht im Auto liegen lassen – Hitze erhöht den Druck im Gasbehälter, und in der Sonne hinter der Windschutzscheibe wird es dafür heiß genug. Aus demselben Grund gehören Feuerzeuge nicht auf die Heizung oder in die Nähe eines Ofens.
Bei Kindern im Haushalt gehören sie außer Reichweite, auch die mit Kindersicherung – die erschwert die Bedienung, verhindert sie aber nicht. Leere Einwegfeuerzeuge gehören nicht in den Hausmüll, sondern zum Schadstoffsammelpunkt, weil Restgas im Behälter bleibt.
Im Flugzeug
Ein Feuerzeug darf am Körper mitgeführt werden, also in der Hosentasche – nicht im Handgepäck, das im Fach verstaut wird, und nicht im aufgegebenen Gepäck. Elektrische Modelle mit Akku gehören wie alle Lithiumakkus ins Handgepäck und nie in den Koffer. Die Regeln unterscheiden sich zwischen Fluggesellschaften und Ländern; wer mehrere Stück als Mitbringsel transportiert, prüft das vorher.
Als Geschenk
Ein Feuerzeug ist ein Geschenk mit begrenzter Reichweite – für Raucher naheliegend, für alle anderen ein Gegenstand ohne Verwendung. Wer unsicher ist, greift zum Sturm- oder Lichtbogenmodell, weil es sich auch für Kerzen, Grill und Kamin nutzen lässt und damit unabhängig vom Rauchen funktioniert. Innerhalb von Spiele und Geschenke ist es der Artikel mit dem geringsten Aufwand und der kürzesten Lebensdauer.
Für ein persönliches Geschenk lohnt sich ein graviertes Metallfeuerzeug in nachfüllbarer Ausführung. Es ist die einzige Variante in dieser Kategorie, die nach Jahren noch da ist – und bei personalisierter Ware ist die Rückgabe ausgeschlossen, weshalb der Name zweimal geprüft gehört.
Nachfüllen und warten
Nachgefüllt wird durch das Ventil an der Unterseite, mit Feuerzeuggas aus der Dose. Vorher wird die Flammenhöhe ganz heruntergedreht und das Restgas abgelassen – ein Behälter mit Luftpolster nimmt weniger auf. Die Dose wird senkrecht aufgesetzt und der Behälter kopfüber gehalten; drei bis fünf Sekunden reichen bei den meisten Modellen.
Danach zehn Minuten warten, bevor gezündet wird. Das flüssige Gas ist beim Einfüllen stark abgekühlt, und ein zu früh gezündetes Feuerzeug gibt eine unkontrolliert hohe Flamme. Das ist der Fehler, der beim ersten Nachfüllen fast immer passiert.
Zündet es trotz Gas nicht, ist meist der Feuerstein verbraucht. Bei den meisten nachfüllbaren Modellen sitzt er unter einer Schraube am Boden und kostet wenige Cent im Ersatz. Ein Reibrad, das sich schwer dreht, hat Fusseln im Mechanismus – ausblasen genügt.
Beschriften lassen
Bei Gravuren zählt die Fläche: Ein Standardfeuerzeug bietet etwa fünf mal zwei Zentimeter, und mehr als ein kurzer Name mit Datum wird darauf unleserlich. Wer einen längeren Text will, braucht ein größeres Modell oder verteilt ihn auf beide Seiten.
Bei Sammelbestellungen mit unterschiedlichen Namen lohnt eine Korrekturschleife vor der Produktion – wird eine Liste einmal falsch übernommen, betrifft der Fehler alle Stücke, und personalisierte Ware geht nicht zurück.
Wer regelmäßig nachfüllt, kauft die Gasdose einmal in großer Ausführung statt mehrfach klein – der Inhalt reicht für Dutzende Füllungen und hält praktisch unbegrenzt, solange die Dose kühl und aufrecht steht.




